Was ist Manuelle Lymphdrainage?
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle physiotherapeutische beziehungsweise physikalische Behandlung. Mit rhythmischen, sanften Griffen wird die Haut und das darunterliegende Gewebe gezielt bewegt.
Sie wird bei medizinisch eingeordneten Ödemen und Schwellungen eingesetzt. Umfang und Behandlungszeit richten sich bei einer Kassenleistung nach der Verordnung und dem Befund.
Wann kann sie verordnet werden?
Eine Verordnung kann beispielsweise bei bestimmten Lymphödemen oder anderen medizinisch begründeten Schwellungszuständen erfolgen. Ob Manuelle Lymphdrainage geeignet ist, entscheidet die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt.
- Nach Operationen bei entsprechender medizinischer Indikation
- Bei diagnostizierten Lymphödemen
- Bei geeigneten ödematösen Schwellungszuständen
- Als Bestandteil eines abgestimmten Entstauungskonzepts
Nicht mit Compression Boots verwechseln
Manuelle Lymphdrainage ist eine therapeutische Handtechnik und nicht dasselbe wie eine gerätegestützte Kompressionsmassage. Die BLACKROLL Compression Boots werden separat als private Regenerationsanwendung angeboten.
Bei akuten Infektionen, ungeklärten Schwellungen, kardialen Problemen oder anderen relevanten Erkrankungen ist eine ärztliche Abklärung besonders wichtig. Eine ausführliche Orientierung zu Ursachen, Thrombose-Warnzeichen und Kompression bietet unser Ratgeber über geschwollene Beine und Manuelle Lymphdrainage.
Ein Baustein der Entstauungsbehandlung
Manuelle Lymphdrainage wird mit langsamen, rhythmischen und druckarmen Griffen durchgeführt. Sie unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Massage. Je nach ärztlicher Verordnung und Befund kann sie Teil eines umfassenderen Behandlungskonzepts sein, zu dem auch Bewegung, Hautpflege und eine medizinisch angepasste Kompressionsversorgung gehören können.
Welche Körperregion behandelt wird und wie viel Zeit benötigt wird, richtet sich nicht allein nach dem sichtbaren Umfang einer Schwellung. Auch Gewebebeschaffenheit, betroffene Regionen, Begleiterkrankungen und die aktuelle Belastung spielen eine Rolle. Veränderungen werden im Verlauf beobachtet und bei Bedarf mit der verordnenden Praxis abgestimmt.
Was Sie selbst im Alltag unterstützen können
Regelmäßige, gut verträgliche Bewegung kann die Muskelpumpe unterstützen. Welche Übungen geeignet sind, hängt von Ursache, Behandlungsphase und möglicher Kompressionsversorgung ab. Wir besprechen daher konkrete, realistische Möglichkeiten statt allgemeiner Pauschalprogramme.
Bitte informieren Sie uns vor dem Termin über neue Hautveränderungen, Fieber, deutliche Rötung, plötzlich zunehmende Schmerzen oder eine ungeklärte rasche Schwellung. Solche Veränderungen können eine vorherige medizinische Abklärung erfordern. Verordnete Kompressionsstrümpfe oder Bandagen bringen Sie nach Absprache bitte mit.