Keine Infusion ohne ärztliche Prüfung
Eine Infusion bringt Wirkstoffe direkt in den Blutkreislauf. Deshalb werden Anlass, Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente und mögliche Laborbefunde vorab eingeordnet. Der Arzt entscheidet, ob die gewünschte Infusion medizinisch vertretbar ist.
Bei einem unspezifischen Wunsch nach mehr Energie oder Wohlbefinden sollte zunächst geklärt werden, ob eine behandelbare Ursache vorliegt. Eine Infusion ist kein Ersatz für ausgewogene Ernährung, notwendige Diagnostik oder eine andere angezeigte Therapie.
Aktuell angebotene Infusionen
Zusammensetzung, Dosierung und Durchführung werden ärztlich festgelegt. Wenn nach dem Beratungsgespräch eine Behandlung erfolgt, ist die ärztliche Beratung im Preis enthalten. Eine alleinige Beratung ohne anschließende Behandlung kostet 25 Euro.
- Vitamin-B-Komplex mit Vitamin B1, B6, B12 und Folsäure
- Hoch dosierte Vitamin-C-Infusion
- Eiseninfusion bei ärztlich bestätigter Indikation
Risiken werden individuell besprochen
Mögliche Risiken reichen von Beschwerden an der Einstichstelle über Kreislaufreaktionen bis zu seltenen allergischen oder anderen ernsthaften Reaktionen. Welche Risiken besonders relevant sind, hängt vom Wirkstoff und Ihrer gesundheitlichen Situation ab.
Bei akuten Beschwerden oder einem medizinischen Notfall wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst beziehungsweise den Rettungsdienst – nicht an das Kontaktformular.
Intravenös ist nicht automatisch besser
Ob ein Wirkstoff als Infusion sinnvoll ist, hängt von Anlass, Diagnostik, Aufnahmefähigkeit, möglicher Alternative und individuellem Risiko ab. Eine Infusion umgeht den Magen-Darm-Trakt und gelangt direkt in den Blutkreislauf. Gerade deshalb darf sie nicht als beliebig austauschbares Wellnessprodukt behandelt werden.
Im Beratungsgespräch wird geklärt, ob eine nachvollziehbare Indikation besteht und ob eine orale Einnahme, eine angepasste Ernährung oder eine andere medizinische Maßnahme geeigneter sein kann. Eine Infusion eignet sich nicht als allgemeine Maßnahme bei unspezifischen Beschwerden ohne vorherige medizinische Einordnung.
Sicherer Ablauf und Beobachtung
Vor der Infusion werden Identität, Präparat, Dosierung und relevante gesundheitliche Angaben geprüft. Die Venenpunktion und Überwachung erfolgen in ärztlicher Verantwortung. Reaktionen an der Einstichstelle, Schwindel, Unwohlsein oder andere Veränderungen sollen sofort mitgeteilt werden, damit die Gabe angepasst oder beendet werden kann.
Nach der Anwendung erhalten Sie Hinweise zum weiteren Verhalten und zu Beschwerden, bei denen medizinischer Kontakt erforderlich ist. Akute Erkrankungen, neue Medikamente oder veränderte Befunde müssen auch dann genannt werden, wenn eine frühere Infusion gut vertragen wurde. Jede Behandlung wird neu ärztlich verantwortet.